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Crowdfunding-Kampagne frühzeitig beendet

Crowdfunding-Kampagnen sind für Gründer*innen eine tolle Möglichkeit um an Startkapital zu gelangen. Mit Hilfe der Gesellschaft, Freunden, Familie und Bekannten, können so Spenden in größeren Summen gesammelt werden und für die Gründung des Start-Ups genutzt werden.

Auch ich wagte den Versuch eine Kampagne aufzusetzen, um die Kosten für die Programmierung der Plattform zu sammeln. Das Feedback zu meiner Idee für den Online-Marktplatz für Haustierprodukte und die Option auch an Tierheime zu spenden war im Vorfeld durchweg Großartig. Ich war davon überzeugt, ich würde viele Unterstützer für mein Vorhaben finden.

Die Vorbereitung für die Kampagne war sehr aufwendig. Videodreh, Texte, Flyer, Werbung und die Dankeschöns sollten erstellt werden. Die  Dankeschöns stellten mich direkt am Anfang schon vor eine Herausforderung. Was möchten die Menschen haben? Was würden sie nutzen? Als Online-Plattform habe ich keine eigenen Produkte, die ich verschenken könnte oder gar Gutscheine. Also ging ich auf die Suche nach passenden Merchandise-Artikeln.

Voller Vorfreude und Enthusiasmus habe ich die Kampagne dann im Februar gestartet. Und prompt wurde ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es spendeten nur wenige sofort, ohne direkte und vor allem eine persönliche Aufforderung. Ich begann über die Sozialen Netzwerke auf die Kampagne aufmerksam zu machen und die Menschen zum Spenden zu animieren. Ich bekam zahlreiche Likes, Kommentare und Shares aber die Spenden blieben trotzdem aus. Zufällig bekam ich mit, dass den Menschen gar nicht bewusst war, was Crowdfunding ist, wie es funktioniert und wie sie mir helfen können. Ich begann also ein Video zu drehen, um Crowdfunding vorzustellen, warum mich die Menschen unterstützen sollten und welche Vorteile die Plattform haben wird. Auch das half nicht wirklich. Erst die wirklich penetrante, persönliche Ansprache, brachte die Menschen dazu ihre Spende zu hinterlassen.

Das es nicht leicht werden würde, war mir bewusst. Dass ich allerdings auch in meinem näheren Umkreis regelrecht darum betteln musste, hat mich enttäuscht. Ich bin niemand, der Andere gerne um Hilfe bittet. Ich bin auch absolut niemand, der Andere nerven will. Diese Grenze zwischen, wann mache ich die Menschen noch drauf aufmerksam und wann nerve ich sie wirklich, wollte ich nicht überschreiten. 

Viele Rückmeldungen die kamen waren ,,wir machen das noch“, „ich hab noch nicht geschaut“, „wir unterstützen dich schon noch“. Das war sehr ermüdend. Ich hatte auch das Gefühl, dass es viele Nicht-Haustierbesitzer einfach auch nicht interessiert hat. Eine Freundin hat mir aber eine tolle Antwort darauf gegeben:,,Ich bin ja ein Fan von Dir und Deiner Idee, dafür brauche ich selbst kein Haustier“. 

Letztendlich vergingen die Wochen schnell aber die Spenden ließen trotz allen Bemühungen auf sich warten. Vereinzelt kamen Beträge aber nicht die Masse, die ich für eine erfolgreiche Kampagne benötigte. Ich plante weitere Maßnahmen: eine Crowdfunding-Party und eine persönliche Ansprache der rund 60 Tierheime in Baden-Württemberg. Und dann kam Corona. Alle weiteren Maßnahmen konnten nicht mehr, wie geplant, durchgeführt werden. Ich stand jetzt vor der Überlegung ,,Was nun?“. Erreiche ich die Menschen noch? Alle Events für Start-Ups wurden abgesagt, persönliche Kontakte eingeschränkt. Die Kampagne hätte ich noch bis Mitte Mai Verlängern können um weitere Zeit zu gewinnen. Aber bis dahin wäre die Corona-Krise auch nicht vorbei.

Aufgrund der bisher geringen Anzahl an Spenden und der Einschränkung durch die momentane Situation in ganz Deutschland würde ich das Crowdfunding nicht erfolgreich abschließen können. Die Menschen haben einfach andere Sorgen und Probleme, auch die Tierheime stehen aktuell vor großen Herausforderungen. Der Fokus sollte jetzt darauf liegen, die Krise gemeinsam zu überstehen.

Mein Entschluss stand fest. Die Kampagne wird frühzeitig beendet. Natürlich ist es schade, um die bisher gesammelten Spenden. Ich war und bin auch jetzt noch, so dankbar für jede Einzelne.  Die Unterstützer bekommen ihr Geld zurück und ich hoffe, bei einem erneuten Versuch, wieder auf ihre Unterstützung zählen zu können.

Ich werde meinen Teil dazu beitragen, die Krise zusammen zu meistern und Nachbarschaftshilfe leisten. Die Plattform werde ich nun mit anderen finanziellen Mitteln programmieren um die Tierheime und Tierschutzorganisationen nach der Krise so schnell wie möglich unterstützen zu können.

Eine Crowdfunding-Kampagne werde ich zu einem späteren Zeitpunkt erneut starten, um dann die Kosten für die Weiterentwicklung zu sammeln. Ich werde mir dann ausreichend Zeit nehmen, um die Kampagne zu planen und umzusetzen. Denn nochmal scheitern werde ich nicht 🙂

 

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